Lymphödem und Lipödem

„Wasser in den Beinen“ oder „dicke Beine“ heißt es landläufig, wenn es um Lymphprobleme geht. Die Probleme sind häufig und leider ebenso häufig ist monate- und jahrelanges Leiden daran. Viele Patienten erhalten keine richtige Diagnose und selbst wenn: Auch Behandlungen, die wirklich konsequent Erleichterung und Besserung schaffen, sind leider die Ausnahme.

Spezialisiert auf Lymphologie

Dr. Georg Popp, der Leiter unserer beiden Praxen in Haunstetten und Hochzoll, ist einer der ganz wenigen Mediziner im Raum Augsburg, der eine umfangreiche Weiterbildung in Lymphologie absolviert hat. Er hat viel Erfahrung mit „Lymphproblemen“ und konnte schon vielen Patienten helfen. Er ist zudem mit speziellen Therapeuten und Anbietern im Raum Augsburg sowie weiteren Spezialisten in Deutschland vernetzt, denn bei Lymphödem und Lipödem geht es nicht nur um die richtige Diagnose, sondern oft um eine konsequente, langfristige Behandlung.

Lipödem: Schwellung im Fettgewebe

Wenn eine Frau überproportional dicke Oberschenkel hat, kann das der Hinweis auf ein Lipödem sein. Bei einem Lipödem sind die Fettzellen in bestimmten Regionen verändert, im Fettgewebe sammelt sich Flüssigkeit, es schwillt an, jeder Druck auf das Ödem tut weh. Lipödeme bekommen fast nur Frauen, bevorzugt an Oberschenkeln, Po, Hüften und Bauch. Aber auch die Arme können betroffen sein.

Wichtig ist: Ein Lipödem ist eine krankhafte Veränderung des Fettgewebes, also der untersten Hautschicht. Es ist chronisch, kann also nicht geheilt werden, muss aber behandelt werden, um Verschlimmerungen zu verhindern. Diät und Sport helfen nicht gegen Lipödeme, auch nicht das Schlucken von Wassertabletten.

Gelindert werden kann ein Lipödem mit einer Fettabsaugung. Aber unerlässlich bei einem Lipödem ist eine kontinuierliche Behandlung mit einer sogenannten KPE – Komplexe physikalische Entstauungstherapie.

Mehr Informationen bei der licca-Klinik www.licca.de > Lipödem

Zu viel „Wasser“ im Gewebe: Lymphödem

Verwechselt werden Lipödeme oft mit Lymphödemen. Lymphödeme bilden sich, wenn das Lymphsystem die Lymphflüssigkeit nicht richtig abtransportieren kann. Das Lymphsystem durchzieht wie die Blutadern den ganzen Körper. Es ist verantwortlich für den Abtransport von Flüssigkeit, Eiweiß, Erregern und Stoffwechselresten aus dem Gewebe. Wenn es nicht richtig funktioniert, schwillt das Gewebe an: ein Lymphödem entsteht. Manche Lymphödeme sind angeboren, die meisten bilden sich nach Operationen, Bestrahlungen, Krankheiten, Verletzungen oder Infektionen.

Auch bei Lymphödemen ist die wichtigste Behandlung die KPE. Allerdings darf im Unterschied zum Lipödem keinesfalls eine Fettabsaugung gemacht werden, denn dieser Eingriff kann das ohnehin belastete Gewebe weiter schädigen und das Lymphödem verschlimmern.

Mehr Informationen bei der licca-Klinik www.licca.de > Lymphödem

Sonderform Lipolymphödem

Eine Sonderform ist das Lipolymphödem. Es entsteht, wenn bei stark übergewichtigen Menschen das Fettgewebe so stark auf die Lymphbahnen drückt, dass sich die Lymphflüssigkeit staut. Bei der Therapie ist deshalb eine Gewichtsabnahme wichtig, aber: Lipolymphödeme können auch die Folge von Lipödemen sein und hier ist Abnehmen nur eingeschränkt möglich. Unter Umständen kann hier eine Fettabsaugung helfen.

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