Geschlechtskrankheiten – STI
(Sexuell übertragbare Erkrankungen)

Zu den Geschlechtskrankheiten zählen alle Infektionen, die hauptsächlich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Deshalb ist immer häufiger von STI die Rede: „Sexually Transmitted Infections“ (deutsch: sexuell übertragbare Infektionen) oder von STD: D für „Diseases“ (sexuell übertragbare Krankheiten).

Naturgemäß ist dieser intime Bereich mit Scham und Heimlichkeiten verbunden. Wenn Sie den Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit haben, sollten Sie dennoch schnellstmöglich zum Arzt gehen. Je früher eine Geschlechtskrankheit behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Selbst bei unheilbaren Infektionen (z.B. HIV) kann eine frühzeitige Behandlung den Ausbruch oder das Fortschreiten deutlich hinauszögern. Gefährlich ist zudem, dass fast alle sexuell übertragenen Infektionen dazu führen, dass sich das Risiko für eine HIV-Infektion deutlich erhöht.

Wichtig ist aber zu wissen: Die meisten Geschlechtskrankheiten sind heilbar. Es ist aber auch wichtig, sie zu behandeln, denn unbehandelt können viele der anfangs scheinbar harmlosen Erscheinungen schwere Folgen nach sich ziehen. Dennoch nehmen diese Erkrankungen bei uns wieder zu. Der wichtigste Schutz gegen Infektionen sind Kondome – aber sie schützen nicht zu 100 %.

Wann sollte man zum Arzt

Typisch für diese vielen Erkrankungen ist, dass sie immer wieder ähnliche Symptome in verschiedensten Ausprägungen zeigen. Bei folgenden Symptomen im Genitalbereich sollten Sie unbedingt sofort zu einem Arzt gehen:

  • Ausfluss
  • Bläschen
  • Brennen
  • Geschwüre
  • Jucken
  • Knötchen
  • Nässende Stellen
  • Rötungen
  • Wunde, schorfige Stellen, deren Herkunft unklar ist
  • Verdickte Haut
  • Warzen

Kurze Übersicht über die häufigsten Krankheiten

Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die Infektionen verursachen. Die Infektionen gehören zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten, betroffen sind vor allem junge Menschen bis 25.

Feigwarzen

Feigwarzen sind kleine, spitze Warzen im Genital- und Analbereich, selten auch im Mund-Rachen-Raum. Sie sind ein Anzeichen für eine HPV-Infektion (siehe unten) und haben viele Namen, z.B.: Feuchtwarzen, Genitalwarzen oder Spitzwarzen.

Gonorrhö (Tripper)

Gonorrhö ist eine der ansteckendsten Geschlechtskrankheiten und stark verbreitet. Auslöser sind Bakterien (Gonokokken).

Hepatitis B

Der Hepatitis-B-Virus ist sehr ansteckend, schon bei der Aufnahme kleinster Mengen Blut oder Speichel. Mit einer dreimaligen Impfung kann man sich sicher gegen eine Ansteckung mit dem HBV schützen.

HIV und Aids

Eine Infektion mit dem HI-Virus verläuft in 4 Phasen: Von Phase 1 grippeähnlich oder symptomfrei bis Phase 4 Aids (Abkürzung für acquired immune deficiency syndrome‚ deutsch: erworbenes Immunschwächesyndrom). Weder die Infektion mit HIV noch Aids ist heilbar, nur die Entwicklung ist verzögerbar. Aber die Behandlung hat starke Nebenwirkungen.

HPV – Humane Papillomviren (Warzenviren)

Es gibt weit über 100 HP-Viren und Infektionen mit ihnen sind die häufigste Geschlechtskrankheit. Allerdings gelten nur wenige Typen als „high risk“ (hohes Risiko) und können Gebärmutterhalskrebs und selten Analkarzinome verursachen. Mädchen sollten sich gegen die high-risk-HPV-Typen impfen lassen, die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Pilze – Candidose

Pilze braucht der menschliche Körper, aber wenn sie sich massiv ausbreiten, dann muss man behandeln. Das kann auch manchmal langwierig sein und erfordert Disziplin.

Syphilis

Syphilis ist hochansteckend. Schon die Berührung eines Geschwürs kann genügen. Syphilis ist komplett heilbar, unbehandelt aber sehr gefährlich.

Trichomoniasis

Infektionen mit Trichomonaden (Geißeltierchen) sind mit die häufigste Geschlechtskrankheit weltweit, aber sie lassen sich gut heilen.

Weitere Informationen

Details können Sie auf folgenden empfehlenswerten Internet-Seiten nachlesen:

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