Neurodermitis: laufend behandeln!

Neurodermitis ist ...

... eine sehr häufige Hautkrankheit. Mehr als jedes zehnte Kind ist betroffen, doch in der Pubertät verschwindet sie bei vielen.

Der medizinisch exakte Namen der Krankheit ist atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis, auch endogenes Ekzem und konstitutionelles Ekzem sind gebräuchlich.

Die bekanntesten Symptome …

… sind Juckreiz und entzündete, gerötete Haut. Meist ist die Haut sehr trocken, kann aber gleichzeitig nässen. Die Haut kann schuppig sein und mit der Zeit verdicken. Die am meisten betroffenen Stellen sind Kopf und Hände. Viele Patienten leiden nicht nur unter den körperlichen Symptomen, sondern sind auch psychisch belastet, weil die entzündete Haut für jedermann sichtbar ist.

Die Symptome sind je nach Lebensalter sehr unterschiedlich. Typisch bei Babys ist der sogenannte Milchschorf.

Neurodermitis verläuft chronisch und meist schubweise, das heißt: die Symptome klingen zeitweise ab und treten dann wieder akut auf.

Die Ursachen …

… sind bis heute unklar. Als gesichert gilt, dass eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielt.

Das Immunsystem …

… spielt eine entscheidende Rolle bei Neurodermitis: Es überreagiert („atopisch“ heißt „fehl am Platz“) und löst damit die entzündlichen Ausschläge aus. Bei vielen Patienten lassen sich durch sorgfältige Beobachtung Faktoren herausfinden, die einen Neurodermitis-Schub auslösen oder die Symptome verstärken. Häufige Auslöser sind z.B.:

  • Allergieauslösende Stoffe, z.B. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, bestimmte Nahrungsmittel
  • Hautbelastungen und -Reizungen, z.B. Reiben, Kratzen, Schwitzen, Wollstoffe, Waschen
  • Klima: Eiseskälte, Trockenheit, Schwüle
  • Alkohol, Rauchen
  • Schwäche infolge von Infektionen oder Hormonumstellungen
  • Psychische Belastungen

Gesunde Haut schützt den Körper. Bei Neurodermitis ist dieser Schutz nicht immer intakt, deshalb sind Patienten oft auch anfälliger für andere Erkrankungen. Wichtig ist zu wissen: Neurodermitis ist NICHT ansteckend.

Die Behandlung …

… muss sehr individuell erfolgen, da die Erkrankung viele verschiedene Formen zeigt und auch stark altersabhängig ist. Hier können wir in unserem Medizinischen Versorgungszentrum sowohl die Kompetenz von Hautärzten als auch eine psychosomatische Behandlung anbieten. Bitte vereinbaren Sie einen Termin: Kontakt.

Grundsätzlich gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • Hautpflege, inklusive schonende Reinigung
  • Cremes und Medikamente gegen Entzündungen und Juckreiz
  • Lichttherapie (PUVA)
  • Klimatherapie
  • Vermeidung von Auslösern
  • Entspannungstechniken
  • Psychosomatische Therapie

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