Schuppenflechte (Psoriasis): Geduldig behandeln!

Schuppenflechte ist eine recht verbreitete Hautkrankheit. Sie zeigt sich meist in verdickten, roten Hautflecken, die oberflächlich mit weißen, wachsartigen Schüppchen bedeckt sind und zum Teil jucken. Schuppenflechte ist nicht ansteckend – aber auch nicht heilbar. Die Symptome können mit einer Dauertherapie meist gut behandelt werden.

„Die“ Schuppenflechte gibt es nicht: Sie hat zahlreiche Erscheinungsformen. Am häufigsten betroffen sind die behaarte Kopfhaut, Ellbogen und Knie, aber Schuppenflechte kann überall auftreten und es gibt auch Sonderformen, z.B. können die Gelenke erkranken. Die Größe der Flecken reicht von punktförmig bis zu großflächig. Viele Menschen bekommen „ihre“ Schuppenflechte nur an wenigen bestimmten Stellen, manche aber über den gesamten Körper verteilt.

Was passiert bei der Schuppenflechte?

Die Veränderung in der Haut besteht darin, dass die betroffene Oberhaut etwa sieben Mal schneller nachwächst als die gesunde Haut nebenan. Der Abschuppungsprozess, den wir normalerweise gar nicht bemerken, läuft in drei bis vier Tagen ab und die junge Haut hat keine Zeit mehr, sich zu schützen. Dahinter steckt eine Entzündung, bei der der Körper seine eigenen Zellen in der Oberhaupt (Keratinozyten) bekämpft (Autoimmunreaktion). Doch was genau diesen Prozess auslöst, ist bis heute ungeklärt.

Die Erbanlagen spielen eine Rolle

Unbestritten ist, dass es eine erbliche Veranlagung zur Schuppenflechte gibt. Doch selbst wenn beide Eltern Schuppenflechte haben, bekommen es nicht alle Kinder. Bei manchen Betroffenen bricht die Schuppenflechte nur einmal aus, heilt ab und kommt nie wieder. Bei anderen kommen die Flecken immer wieder, bei manchen heilen sie überhaupt nicht ab und verändern nur ihre Größe.

Folgende Faktoren – so vermuten die Fachleute – können neben den Genen den Ausbruch der Krankheit verursachen:

  • Stress, psychische Belastungen
  • Hormonveränderungen, z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre
  • Infektionen, z.B. Mandelentzündung
  • Hautverletzungen, ständige Belastung der Haut
  • Bestimmte Medikamente, z.B. Betablocker

Folgende Faktoren scheinen zusätzlich zu den oberen Punkten den Verlauf zu beeinflussen:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Alkoholkonsum
  • Ernährung
  • Sonne, Licht

Sorgfältige Diagnose und Therapie

Angesichts der vielen Formen und Einflüsse liegt auf der Hand, dass Diagnose und Therapie sehr sorgfältig und individuell zu erfolgen haben. Als Hautärzte sind wir hierfür ausgebildet und haben umfangreiche Erfahrung.

Kontakt zur Praxis

Pauschale Therapieempfehlungen sind nicht seriös, nur eines kann sicher gesagt werden: Als Basis ist eine ständige, auf den Hauttyp abgestimmte Hautpflege unverzichtbar.

Dazu gibt es viele weitere Behandlungsmöglichkeiten, die aber immer nur für bestimmte Fälle in Frage kommen. Einige Beispiele:

  • Salben, Cremes, Lotionen
  • Salbenverbände
  • Shampoos
  • Badezusätze
  • Medikamente (äußerlich oder innerlich)
  • Lichttherapie
  • Klimatherapie
  • Laser
  • Alternative Heilmethoden
  • Entspannungstechniken
  • Psychotherapie

Für viele eine große seelische Belastung

Zum letzten Punkt ist zu sagen, dass die Schuppenflechte, obwohl keine lebensbedrohliche Erkrankung, viele Betroffene psychisch stark belastet. Sie erfahren Ablehnung und Ausgrenzung aufgrund der entzündeten Stellen. Wenn es Ihnen auch so geht, dann zögern Sie nicht, uns darauf anzusprechen. Zu unserem Medizinischen Versorgungszentrum gehört auch ein Psychotherapeut, mit dem Sie klären können, ob vielleicht eine Therapie hilfreich ist, um die Belastungen zu reduzieren.

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